Vittorio Güttner
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Vittorio Güttner (* 24. April 1869; † 1937) war ein deutscher Bildhauer und Hobby-Indianistiker.
Der in Triest gebürtige Vittorio Güttner wirkte als Bildhauer in München und modellierte 1928 jene ersten drei Indianerfiguren in Lebensgröße, die bei der Eröffnung des Karl-May-Museums viel bewundert wurden: den Irokesen, den Apachen und die Schwarzfuß-Indianerin. Klara May bezahlte ihm dafür insgesamt 1.148 RM Honorar.
Er sammelte selbst indianische Erzeugnisse. Lucia Lieberknecht vermittelte Klara May einiges, wovon sich Güttner trennte: 1 Comanche- und 1 Apache-Frauengewand, 1 Comanche-Tasche, 1 Schneemantel, 1 Kalumet.
Im Auftrag Klara Mays schuf Güttner 1929 u.a. die Büsten der berühmten Indianerhäuptlinge Red Cloud und Sitting Bull, die seitdem zum Museumsinventar gehören, sowie eine bemalte Gipsplastik: Prärieindianer auf weidendem Mustang.
1933 erhielt das Museum seinen Tlingit-Häuptling.
Auch die Figuren des Dioramas sind von Güttners Händen geformt: Sioux-Häuptling American Horse samt Squaw und Kind, 1936/37.
Bei diesen seinen letzten Arbeiten überraschte ihn der Tod, so dass sie sein Sohn Bruno Güttner, der als Filmschauspieler bekannt wurde, vollenden musste.
Auch im Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal steht eine von Vittorio Güttner geschaffene Winnetou-Büste (entstanden um 1935).