Verlag von Velhagen & Klasing
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Der Verlag von Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig hatte in Leipzig seinen Sitz.
Wilhelm Velhagen (* 1850; † 1910) und Otto Klasing († 1898) arbeiteten u. a. als Literaturagenten; das heißt, sie vermittelten (gegen Honorar oder Beteiligung) zwischen Autoren und Redaktionen.
In diesem Verlag erschien die "Belletristische Correspondenz". Sie war im Juli 1871 gegründet worden, um dort Romane und Novellen weiterverkaufen zu können, die sich für den Abdruck in ihren anderen Zeitschriften nicht eigneten. Für die 6 Taler im Quartal war ein einjähres Abdruckrecht aller in der Zeitschrift erschienenen Texte inklusive. Die Zeitschrift konnte daher nur von Zeitungsredaktionen abonniert werden.
Die "Belletristische Correspondenz" wurde 1890 an den Dresdener Verleger Carl Reißner verkauft; im Jahr 1900 ging sie unter gleichem Namen an den ebenfalls in Dresden beheimateten Verlag Moewig & Hoeffner, der sie vermutlich bis mindestens 1939 weiterbetrieb.
Das Gebäude in Leipzig existiert noch am Ostplatz (Prager Straße/Oststraße/Johannisallee).
[Bearbeiten] Karl May und der Verlag Velhagen & Klasing
Vom 5. Januar bis zum 3. März 1882 erschien in 13 Wochennummern der "Belletristischen Correspondenz" die May-Erzählung "Der Krumir". Darauf basierende Nachdrucke wurden bisher in Köln, Prag und Innsbruck entdeckt.
[Bearbeiten] Literatur
- Velhagen & Klasing. In: Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 6. Berlin/Eberswalde 1908, S. 975-982 (Onlinefassung).