Tui Fanua (Erzählung)
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| Handelnde Personen in Tui Fanua (Erzählung) |
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Aimata |
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Tui Fanua. Ein Abenteuer auf den Samoa-Inseln ist die dritte Variante der Erzählung "Die Rache des Ehri". Die zweite Version trägt den Titel "Der Ehri". Tui Fanua erschien zwischen Ende Oktober und Anfang November 1880 im 5. Jahrgang der Zeitschrift "Für alle Welt!" bzw. deren Parallelausgabe "All-Deutschland!". Sie ist vermutlich zwischen Ende August und Anfang Oktober 1880 entstanden. Karl May hat sie unter dem Pseudonym Muhamêl Latréaumont veröffentlicht. Den selben Namen gab er auch der Hauptfigur, dem Erzähler des Abenteuers.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Der Erzähler ist mit der Schiffsbesatzung der "Jonathan" unter Kapitän Hammer in der Südsee auf der Maatepockennarbeninsel schiffbrüchig geworden. Die Insel wird von den Gestrandeten nach den Pockennarben des Steuermannes so genannt. Sie befreien Tui-Fanua und seinen Bruder Potamo aus der Hand von Häuptling Katua und seinen Menschenfressern und erobern deren Praue (Eingeborenenboot). Da Tui-Fanuas Gattin Aimata von Katuas Sohn Omba geraubt wurde, der sie mit Hilfe des falschen weißen Missionars Ben Silvers zur Hochzeit zwingen will, beschließen der Erzähler und die Schiffsmannschaft, ihm zu helfen. Ombas Krieger haben aber inzwischen Tui-Fanuas und Potamos Dörfer überfallen und die meisten Bewohner ermordet. Der Erzähler und Tui-Fanua rudern zur Insel, auf der sich Omba und seine Männer mit Aimata und Ben Silvers aufhalten, überfallen sie, töten Omba und den falschen Priester und befreien Aimata. Mit Hilfe der Schiffsbesatzung und Potamos Kriegern nehmen sie den Feinden ihre Prauen weg, so dass diese die Insel wegen der Haie nicht mehr verlassen können. Schließlich ergeben sie sich und erkennen Tui-Fanua als neuen Fürsten an.
- Endlich am dritten Tage wurde ein Zeichen gegeben, und wir fuhren näher zum Lande. Hier erfuhren wir, daß die Malayen sich entschlossen hätten, die Herrschaft Tui-Fanua's über sich anzuerkennen. Sie wurden einzeln von der Insel Olosinga geholt und mußten ihm Treue geloben. Katua's Verrath war durch die Vorsehung so gelenkt worden, daß er für Tui-Fanua zum Glücke endete.
- Wir wurden von diesem nach Pago-pago gebracht, wo wir ein amerikanisches Schiff fanden, welches wenig Ladung hatte und bereit war, mit uns nach der Koralleninsel zu gehen und dort die Güter des versunkenen "Jonathan" aufzunehmen.[1]
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Muhamêl Latréaumont (Pseudonym Karl Mays): Tui Fanua. Ein Abenteuer auf den Samoa-Inseln. In: Für alle Welt! Illustrirtes Hausblatt. Stuttgart 1880, S. 218.
[Bearbeiten] Literatur
- Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie (enthält die zu Mays Lebenszeit erschienenen Werke)
- Rudi Schweikert: "Der Ehri" und der "Pierer". Zu Karl Mays Praxis der Lexikonbenutzung. In: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft 99/1994. (Onlinefassung)
- Wolfgang Hermesmeier/Stefan Schmatz: Karl-May-Bibliografie 1913-1945, Karl-May-Verlag, Bamberg 2000. ISBN 3780201577
- Ekkehard Bartsch: Tui Fanua. In: Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch. Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2001, S. 407 f. ISBN 3826018133
Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie auch online auf den Seiten der KMG.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Originaltext online auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.