Pferde
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Die Pferde (lat. equus, equi) sind eine Säugetier-Gattung, zu der Pferde, Esel und Zebras zählen. Das Hauspferd und der Hausesel spielen als Last- und Reittier eine wichtige Rolle und sind weltweit verbreitet.Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Allgemeines
Als Lebensraum bevorzugen Pferde offenes Gelände, sie finden sich in Savannen und Steppen, aber auch in trockeneren Landstrichen wie Halbwüsten und Wüsten. Die Wildformen der Pferde leben heute noch im östlichen und südlichen Afrika und in den zentralen Regionen Asiens. In den letzten Jahrtausenden ist das Verbreitungsgebiet der Pferde deutlich zurückgegangen. Auf dem amerikanischen Kontinent sind sie vor rund 10.000 Jahren aus nicht genau geklärten Gründen ausgestorben. Im östlichen Europa sind die letzten wildlebenden Pferde – die Tarpane – im 19. Jahrhundert ausgestorben.
Im Gegensatz dazu wurden Hauspferd und Hausesel vom Menschen weltweit verbreitet, in einigen Ländern gibt es auch verwilderte Populationen beider Formen, in Nordamerika Mustangs genannt.
[Bearbeiten] bei Karl May
In den Romanen und Erzählungen Karl Mays spielen die Pferde stets eine wesentliche Rolle als zeitgemäßes Fortbewegungsmittel. Besonders die schon genannten nordamerikanischen Mustangs und die in Nordafrika, Arabien und Mesopotamien vorkommenden Araberpferde sind unverzichtbarer Bestandteil seiner Reisegeschichten.
Die wichtigste Begegnung Karl Mays mit einem Pferd fand während seiner zweiten Vagantenzeit 1869 in Bräunsdorf statt. Dort stahl er ein Pferd aus dem Stall einer Wirtschaft. Ein Zeuge will sogar "den Dieb auf dem Pferd reitend gesehen haben",[1] womit das der einzige dokumentierte Ritt wäre. Allerdings behielt May den Braunen nicht, sondern verkaufte ihn an einen Pferdeschlächter.
Der spätere Old Shatterhand sprach da ganz anders zu Old Wabble:
- »Ich habe auf Pferden gesessen, die fünfzigtausend Dollars und noch mehr gekostet hätten, wenn sie überhaupt zu verkaufen gewesen wären. Nun schließt von einem solchen Tiere einmal auf seinen Reiter! Versucht doch einmal, ein zugerittenes Kirgisenpferd, einen kurdischen Streithengst oder eine nach der altparthischen Reitkunst geschulte Perserstute zu besteigen! Ihr seid nach hiesigen Begriffen ein vorzüglicher Reiter; dort aber würdet Ihr ausgelacht!«[2]
[Bearbeiten] Pferde in Karl Mays Erzählungen und Romanen
| Name | Anmerkungen | erstmals in | im Jahr |
|---|---|---|---|
| Aladschy | "Schecken", die zwei Pferde der Brüder Sandar und Bybar, Spießgesellen des Schut, nach ihren Schecken ebenfalls Aladschy genannt | Durch das Land der Skipetaren | 1885 |
| Assil Ben Rih | Sohn von Rih und einer Rappstute, wird von Kara Ben Nemsi nach Rihs Tod bei den Haddedihn geritten | Der Schut (Anhang) | 1892 |
| Babieca | Schlachtroß des Ritters Suteminn | Der beiden Quitzows letzte Fahrten | 1876 |
| Barkh | "Blitz", Nedjedhengst Hadschi Halef Omars, von den Abu Hammed als Tribut an die Haddedihn abgegeben | Im Reiche des silbernen Löwen I | 1896 |
| Brendels Apfelschimmel | Theaterpferd, das dem Müllerknappen Brendel die Lust am Reiten austreibt | Die Juweleninsel | 1880 |
| Ghalib | Dunkelbrauner Hengst, der von den Abu Hammed den Haddedihn als Leihgebühr überlassen worden war | Im Reiche des silbernen Löwen III | 1898 |
| Gregorimanorosewitsch | russischer Tabun-Hengst, Pferd des Knappen Balthasar Haberland | Der beiden Quitzows letzte Fahrten | 1876 |
| Güwerdschina | Maulesel, den Karl May bei seinem Besuch von Hebron reitet | Schamah | 1907 |
| Hatatitla | "Blitz", Bruder Iltschis, wurde Old Shatterhand von Winnetou geschenkt | Old Surehand I | 1894 |
| Iblis | "Teufel", Pferd des Prinzen Ahriman Mirza, der auf ihm den Wettritt gegen Kara Ben Nemsi auf Syrr verliert | Im Reiche des silbernen Löwen IV | 1898 |
| Iltschi | "Wind", Bruder Hatatitlas, Rapphengst Winnetous | Old Surehand I | 1894 |
| Kiss-y-darr | "Schundroman", Symbol der im Verlag Münchmeyer verunstalteten Kolportage-Romane Karl Mays | Im Reiche des silbernen Löwen IV | 1898 |
| Mary | Maultier Sam Hawkens', von Old Shatterhand mit dem Lasso gefangen | Winnetou I | 1893 |
| Rih | "Wind", Geschenk von Mohammed Emin an Kara Ben Nemsi zum Dank für die erfolgreichen Späherdienste gegen die Feinde der Haddedihn | Durch die Wüste | 1892 |
| Sahm | "Pfeil", Stute des Ustad, wird auch vom Pedehr und manchmal von Tifl geritten | Im Reiche des silbernen Löwen III | 1898 |
| Smihk | "der Dicke", eigentlich Nazik, "der Köstliche", Ur-Gaul des Ussul-Anführers Amihn | Ardistan und Dschinnistan | 1908 |
| Swallow | "Schwalbe", Pferd, das Winnetou Old Shatterhand (in einer früheren Erzählung) schenkt | Old Firehand | 1875 |
| Syrr | "Geheimnis", ein Glanzrappe, Eigentum des Schah-in-Schah, der ihn bei den Dschamikun eingestellt hat, nur Kara Ben Nemsi kann ihn reiten | Im Reiche des silbernen Löwen IV | 1898 |
| Tokvi-Kava | "der schwarze Mustang", Hengst des Naiini-Häuptlings Tokvi-Kava | Der schwarze Mustang | 1894 |
| Tony | Stute des Westmannes Sans-ear, lässt nur ihn in den Sattel | Deadly Dust | 1880 |
| Viktory | Fuchsrappe des Detektivs und Westmannes Fred Walker | Im 'wilden Westen' Nordamerika's | 1882 |
| Weißer Renner der Prairie | Mustang, wird von Tiburcio Arellanos gefangen und gezähmt | Der Waldläufer | 1879 |
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Karl-May-Chronik I, S. 157.
- ↑ Karl May: Old Surehand I, Gesammelte Reiseromane Band 14, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1894, Kapitel 2, S. 29.
[Bearbeiten] Weblinks
- Artikel Pferde in der Wikipedia.