Paul Bredereck
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Paul Bredereck (* 1877; † 1932) war der Anwalt von Rudolf Lebius.
1912 wurde er wegen Veruntreuung von Mündelgeldern selbst gerichtlich verfolgt. Er floh nach Brasilien.
1920 zählte er, als kurzzeitiger Justizminister und Pressechef, zu den Mitverantwortlichen des Kapp-Putsches.
- Zum Pressechef wurde der frühere Rechtsanwalt Bredereck ernannt. Daß gerade die Wahl auf diesen Mann fiel, war sehr hübsch, denn Bredereck hatte ein recht abenteuerliches Vorleben hinter sich. Im Frühjahr 1913 flüchtete dieser frühere antisemitische Agitator, der einmal auch zum Reichstag kandidierte, nachdem er Betrügereien der verschiedensten Art begangen hatte, nach Argentinien. Der Staatsanwalt hinterließ seinerzeit einen Steckbrief hinter ihn. Erst der Krieg sah ihn wieder in Deutschland. Unter falschem Namen nahm er am Feldzug teil, bis er schließlieh, nachdem er Offizier geworden war, sich selbst dem Gericht stellte. Infolge der Amnestie wurde er damals nur wegen Führung eines falschen Namens zu einem Tage Haft verurteilt. Am Montag, 15. März, wurde er bereits seines Amtes entsetzt, da die Presse sich weigerte, mit ihm zusammenzuarbeiten. (Quelle: "Köpfe der Gegenwart", S. 102 f.)
[Bearbeiten] Paul Bredereck und Karl May
[Bearbeiten] Literatur
- Johannes Fischart (Erich Dombrowski): Köpfe der Gegenwart, Dritte Folge, Das alte und das neue System, 1920
- Gerhard Klußmeier/Hainer Plaul: Karl May und seine Zeit. Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiografie. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul 2007, insb. S. 562. ISBN 978-3-7802-0181-2
Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.
[Bearbeiten] Weblinks
- Eintrag im Bundesarchiv.