Mandarin

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Mandarin war ein Beamtentitel im kaiserlichen China. Zur Bedeutung schreibt May:

Diese letztere Wort [= Mandarin] kennen die Chinesen gar nicht; es wird nur von den Europäern gebraucht und darf vielleicht von dem portugiesischen 'mandar', d. i. befehlen, hergeleitet werden.

Mandarin konnte man durch die Teilnahme an Prüfungen werden, die allen Männern ohne Klassenunterschiede und ohne Altersbegrenzung offenstanden. Das chinesische Prüfungssystem kannte drei Abstufungen: die unterste, lokale Prüfungsebene, bei der man den Titel eines Shengyuan oder Xiucai erwerben konnte, die Prüfungen auf Provinzebene, die man mit dem Titel eines Juren abschließen konnte, und die höchste Prüfung, die man mit dem "Doktortitel", dem sog. „Jinshi“ bestehen konnte. Sie alle sind "Mandarine", auch wenn sie kein Amt innehatten.

[Bearbeiten] bei Karl May

Der Ich-Erzähler in der Erzählung Der Kiang-lu legte im Eilverfahren alle drei Prüfungen ab und erhielt ein Dekret mit seiner Ernennung zum Tsin-sse.

»Dieses mit dem kaiserlichen Siegel versehene Dokument hat also unbedingte Gültigkeit?«
»Durch das ganze Reich. Es bedarf nicht der Bestätigung, und daß wir deine Ausarbeitung einsenden, geschieht nur der Form wegen.«

[Bearbeiten] Mandarine bei Karl May

In Der Kiang-lu:

  • Ming-tsu: Kuang-fu (Mandarin) mit dem roten Knopfe
  • Kong-ni: Mandarin fünfter Klasse mit dem krystallenen Knopfe
  • der Tscha-juan: Mandarinenklasse mit dem blauen Knopfe
  • Kin-tsu-fo, der Kiang-lu: Militärmandarin mit einem ciselierten roten Korallenknopfe

Charley und Frick Turnerstick reisen von Kanton nach Li-ting als Mandarine 5. (kristallener) und 9. Klasse (vergoldeter Knopf).

[Bearbeiten] Weblinks