Egon Erwin Kisch
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Egon Erwin Kisch (* 29. April 1885 in Prag; 31. März 1948 in Prag) war ein Journalist und Schriftsteller. Er wurde als "rasender Reporter" bekannt.
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[Bearbeiten] Leben
Nach der Schule nahm Kisch ein Studium an der Technischen Universität Prag auf. 1906 wurde er nach einem Volontariat in Prag und dem Besuch einer Journalistenschule in Berlin Journalist und arbeitete bei verschiedenen Zeitungen. In dieser Zeit schrieb er auch über Karl May und besuchte diesen 1910 für ein Interview in Radebeul.
Später reiste er viel (u. a. Nordafrika, Sowjetunion, USA, China und Australien) und veröffentlichte Bücher mit seinen Reportagen (z. B. Der rasende Reporter). Er kämpfte 1937/38 im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner. 1939 emigrierte er in die USA und von dort 1940 nach Mexiko. 1946 kehrt er nach Prag zurück, wo er zwei Jahre später stirbt.
Jedes Jahr wird in Deutschland an seinem Geburtstag der Egon-Erwin-Kisch-Preis verliehen - für die beste journalistische Arbeit sowie für eine engagierte literarische Leistung.
[Bearbeiten] Kisch und May
Als Karl May 1898 Prag besuchte, lauerte der 13jährige Kisch ihm am 17. Oktober im "Hotel de Saxe" auf und erhielt zum Andenken den Band Old Surehand III mit einer Widmung.
Am 9. Mai 1910 besucht Kisch Karl May in Radebeul. Über den Besuch berichtet er am 15. Mai 1910 in der deutschsprachigen Zeitschrift Bohemia.
[Bearbeiten] Beiträge zu Karl May
- Karl Mays Kriminalverbrechen. 19.11.1926 (Nachdruck in: Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft (M-KMG) Nr. 31/1977, S. 2 f., Onlinefassung)
- Karl May und Prag
- "'Auswärtige' Berichterstattung" (Nachdruck in: M-KMG Nr. 83/1990, S. 9–13, Onlinefassung)
- Das Mexiko Karl Mays und das der Nazis (Erstdruck in M-KMG Nr. 13/1972, S. 10–13, Onlinefassung)
- Ein Interview mit Karl May (Buchausgabe: Im Wigwam Old Shatterhands in Hetzjagd durch die Zeit)
[Bearbeiten] Literatur
- Manfred Hecker: Egon Erwin Kisch und Karl May. In: M-KMG Nr. 12/1972, S. 17–19. (Onlinefassung)
- Manfred Hecker: Kisch interviewt Karl May. In: M-KMG Nr. 14/1972, S. 18–22. (Onlinefassung) => enthält das Faksimile des Interviews von 1910
- N. N.: Nochmals May und Kisch. In: M-KMG Nr. 15/1973, S. 31 f. (Onlinefassung)
- Malte Ristau: Nochmals Egon Erwin Kisch. (Miszelle: May-Bezüge in der Reportage Schwarz Australien von 1934) In: M-KMG Nr. 26/1975, S. 10. (Onlinefassung)
- Manfred Hecker: Nochmals Egon Erwin Kisch und Karl May. In: M-KMG Nr. 32/1977, S. 31–33. (Onlinefassung)
- Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Egon Erwin Kisch. In: Text und Kritik. Band 67/1980.
- Hans-Dieter Steinmetz: "Sollte ich ihn fallen lassen?" Egon Erwin Kischs publizistische Hilfe für Karl May. In: M-KMG Nr. 62/1984, S. 7–22. (Onlinefassung)
- Harald Wessel: Besonnener Beistand für den alten Abenteurer am Rufmord-Marterpfahl. Kisch zu Gast in der Villa "Shatterhand". In: Klaus Haupt/Harald Wessel: Kisch war hier. Verlag der Nation, Berlin ²1988, S. 15–25.
- Hans-Dieter Steinmetz: "Karl May war das Ideal meiner Knabenzeit". In: M-KMG 83/1990, S. 3–8. (Onlinefassung)
- Manfred Hecker: Egon Erwin Kisch: "Karl May war das Ideal meiner Knabenzeit..." In: M-KMG Nr. 104/1995, S. 45–48. (Onlinefassung)
- Gerhard Klußmeier/Hainer Plaul: Karl May und seine Zeit. Bilder, Dokumente, Texte. Eine Bildbiografie. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul 2007, insb. S. 571. ISBN 978-3-7802-0181-2
- Hans-Dieter Steinmetz: Kisch hört Sättler. Unbekannte Kisch-Rezension aus dem Jahr 1910. In: Karl-May-Haus Information Nr. 23/2010, S. 63–67.
Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.
- Kisch-Biografie beim Deutschen Historischen Museum.
- Kisch-Webseite von Klaus Haupt.
- Ein Karl May der Wirklichkeit (Freie Presse v. 29.4.2010).