Die Rose von Ernstthal
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| Handelnde Personen in Die Rose von Ernstthal |
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Leopold I. von Anhalt-Dessau (nur erwähnt) |
| Handlungsorte |
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Die Rose von Ernstthal. Eine Geschichte aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Von Karl May erschien zuerst 1874 oder 1875 (zu der Datierungsproblematik s.u.) in der Zeitschrift Deutsche Novellen-Flora. Sammlung der neuesten, fesselndsten Romane und Novellen unserer beliebtesten Volksschriftsteller der Gegenwart und gilt als eine der frühesten Erzählungen Karl Mays. Die Erstausgabe war illustriert mit zwei Chromolithographien, wodurch die Erzählung zum frühesten illustrierten May-Text wird.
Später wurde sie mehrfach unter Pseudonym veröffentlicht. Karl May überarbeitete diese Erzählung 1880 für den Abdruck in All-Deutschland! stilistisch.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Der preußische Major von Göbern sucht inkognito nach einem desertierten Offizier, der als "Junker" in Ernstthal der armen, blinden Auguste nachstellt. Sie wehrt die Annäherungsversuche ab und verliebt sich ihrerseits in den braven Major, der unerkannt als Handwerkergeselle im selben Haushalt wohnt. Anna, die Mutter Augustes, liebte ihrerseits Emil Wallner, der damals zwar Vater von Auguste wurde, aber trotzdem den Ort verließ und seitdem verschollen ist.
Nach einigen Streitereien zwischen Richard und dem angeblichen Junker, der u. a. Auguste entführt, wendet sich alles zum Guten: Auguste wird durch einen Fremden operiert, kann wieder sehen und erfährt, dass der fremde Arzt ihr verschollener Vater ist. Von Göbern erledigt seinen Auftrag und kann sich endlich Auguste erklären.
[Bearbeiten] zur Datierung
Hainer Plaul datiert 1977 die Veröffentlichung des Textes auf zwischen Ende April und Ende Mai 1875.[1]
Ralf Harder merkt 2003 an:
- Am 18. August 1874 wurde die "Deutsche Novellen-Flora" in das Register "Anzeige, die Zeitschriften betreffend" beim Gerichtsamt Neusalza eingetragen. Es kann als sicher gelten, dass die Nummer 1 der Novellen-Flora bereits gedruckt war und den Behörden zur Ansicht vorgelegt wurde. [...] Folglich erschien "Die Rose von Ernstthal" (Lieferung 11-14) im November 1874 und nicht, wie Hainer Plaul vermutete, im April und Mai 1875.[2]
In ihrem Beitrag "Die Rose von Ernstthal mit Überraschungen" dröseln die Autoren Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz die alten und auch viele neue Hinweise zur Datierung nochmals auf und kommen zu dem Ergebnis, dass die Rose von Ernstthal vermutlich etwa Anfang Juli 1875 abgeschlossen gewesen sein müsste, worauf Ralf Harder nocheinmal neue Argumente für ein Erscheinen im November 1874 vortrug.
Die Diskussion um die Datierung der einzelnen Lieferungen ist noch nicht abgeschlossen, da es für keine der beiden Datierungsvorschläge Beweise, sondern nur eine Anzahl teilweise widersprüchlicher Indizien gibt. (siehe auch den Artikel Deutsche Novellen-Flora)
[Bearbeiten] Buchausgaben
In den Gesammelten Werken ist der Text seit 1921 unter gleichem Titel in Band 43 Aus dunklem Tann zu finden.
Aktuelle Ausgaben => siehe Bücherdatenbank.
[Bearbeiten] Vertonungen
Im Jahr 2006 erschien eine Doppel-CD bei der Deutsche Grammophon, auf der Gunter Emmerlich den Text als Hörbuch vorträgt.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Hainer Plaul: Redakteur auf Zeit. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1977, S. 130 f.
- ↑ http://www.karl-may-stiftung.de/rose.html
[Bearbeiten] Literatur
- Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie (enthält die zu Mays Lebenszeit erschienenen Werke)
- Wolfgang Hermesmeier/Stefan Schmatz: Karl-May-Bibliografie 1913-1945, Karl-May-Verlag, Bamberg 2000. ISBN 3780201577
- Jürgen Hein: Die Rose von Ernstthal. In: Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch. Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2001, S. 371-373. ISBN 3826018133
- Ralf Harder: "Pünktlich und zuverlässig". Die Existenzgrundlage des Kolportagebuchhandels. In: Der Beobachter an der Elbe Nr. 17, 2011.
- Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz: "Die Rose von Ernstthal" mit Überraschungen. Früheste May-Illustrationen entdeckt und Datierungsfrage überdacht. In: Karl May & Co., Nr. 121, 2010.
- Wilhelm Vinzenz und Jürgen Wehnert: Die "Deutsche Novellen-Flora", Hermann Oeser und Karl May. Noch einmal: Zur Datierung der "Rose von Ernstthal". In: Karl May & Co., Nr. 125, 2011.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Originaltext online auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.