Der Waldkönig
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| Handelnde Personen in Der Waldkönig |
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Anna |
| Handlungsorte |
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Finsterwalde im Erzgebirge |
Die Erzählung Der Waldkönig wurde erstmals 1879 in der Zeitschrift All-Deutschland! veröffentlicht. Unter dem Titel Unter Paschern verkauft Karl May sie am 21. April 1883[1] als auschließliches Eigenthum für 75 Mark an das Berliner Literarische Institut Friedrich Carl Entrich. Diese vermitteln zahlreiche Veröffentlichungen.
In dem Band Erzgebirgische Dorfgeschichten von 1903 heißt die – von May leicht überarbeitete – Erzählung Vergeltung.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Frieder, der studiert hat, kommt nach einem Brief seiner Mutter Anna nach Hause auf den Bachhof. Er erfährt, dass der "Waldkönig", Anführer einer Schmugglerbande, seinen älteren Bruder Franz tötete und den Vater durch einen Schuss absichtlich blendete. Er beschließt, den Bachhof zu übernehmen und nebenbei den Waldkönig zu fangen. Der reiche Feldbauer, der seinen Vater mit Hass verfolgt, wird schnell als Waldkönig entlarvt. Als dann Soldaten in den Ort kommen, die den Waldkönig jagen sollen, ist Frieders Stunde gekommen. Der Buschwebel, der genau wie Frieder ein Auge auf Martha, die Stieftochter des Feldbauern geworfen hat, wird vom Waldkönig gefangen genommen. Der Feldbauer erfährt, dass er erkannt wurde; er flieht und bringt Martha und seine Frau in einen geheimen Stollen. Frieder gelingt es, Martha, die Feldbäuerin und auch den Buschwebel zu retten. Mit Hilfe des Leutnants und dessen Leuten gelingt es, das gesamte Paschernest auszuheben. Der Feldbauer stürzt dabei zu Tode. Happy End.
[Bearbeiten] Titelvarianten
- Der Waldkönig (1879)
- Die Goliaths (u. a. in Saatkörner, 1879 und in Deutsch-Amerikanischer Familien-Schatz, 1880)
- Unter Paschern (u. a. in Pique Bube, Berlin 1881)
- Menschentrutz und Gottes Hand (u. a. in Euskirchener Volksblatt, 1893)
- Das Geheimniß des Stollens (u. a. Witzenhäuser Kreisblatt, 1895)
- Vergeltung (1903)
[Bearbeiten] Sonstiges
In der Überarbeitung für die Buchausgabe der Erzgebirgischen Dorfgeschichten bekam die Titelfigur den Namen "der Waldschwarze", vermutlich um ihn von dem Waldkönig im Kolportageroman Der verlorne Sohn zu unterscheiden.
[Bearbeiten] Buchausgaben
In den Gesammelten Werken ist der Text unter dem Titel Der Waldschwarze in Band 44 Der Waldschwarze zu finden.
Aktuelle Ausgaben => siehe Bücherdatenbank.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Siegfried Augustin: Gestatten, mein Name ist Meier! Ein neuentdecktes Pseudonym Karl Mays. In: M-KMG Nr. 78 [1988], S. 22
[Bearbeiten] Literatur
- Ekkehard Bartsch: Der Waldkönig. In: Gert Ueding (Hg.): Karl-May-Handbuch. Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2001, S. 385 f. ISBN 3826018133
- Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie (enthält die zu Mays Lebenszeit erschienenen Werke)
- Wolfgang Hermesmeier/Stefan Schmatz: Karl-May-Bibliografie 1913-1945, Karl-May-Verlag, Bamberg 2000, ISBN 3780201577
Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie auch online auf den Seiten der KMG.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Originaltext online auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.