Der Giftheiner
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| Handelnde Personen in Der Giftheiner |
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Kantor |
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Die Erzählung Der Giftheiner wurde erstmals 1879 in All-Deutschland! veröffentlicht, eine zweite Veröffentlichung erfolgte 1880 in der Deutschen Gewerbeschau.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
Vor zwanzig Jahren: Heinrich Silbermann und der Teichhofbauer Balzer lieben die eitle Tochter des Kantors, Alwine, die sich der Werbung dem gutaussehenden und mit einer schönen Stimme begabten "Silberheiner" zuneigt. Bei einem Säureattentat wird der Kantor geblendet. Der unschuldige "Silberheiner" gilt als der Täter und wird in Untersuchungshaft genommen, bis man ihn aus Mangel an Beweisen wieder laufen lassen muss. Seitdem trägt er den Beinamen "Giftheiner". Alwine, die von ihrem Vater verstoßen wurde, verließ Heiner und zog mit einer Theatergruppe fort.
Gegenwart: Zwanzig Jahre nach diesen Vorfällen trifft Heiner auf die Komtesse Alma Smirnoff, die sich mit ihrer Mutter im Dorf niedergelassen hat. Er gesteht ihr seine Zuneigung, die erwidert wird. Heiner vereitelt einen Einbruch Balzers bei der Gräfin. Aus Rache versucht dieser erneut einen Säureanschlag auf Heiner, dem er nun jedoch selbst zum Opfer fällt. Dadurch wird endlich der wahre Urheber des damaligen Anschlags überführt und die Unschuld des Verstoßenen bewiesen, der sich mit der Dorfgemeinschaft versöhnt. Zu Weihnachten gibt Alwine ihr Inkognito auf und Heinrich Silbermann findet (mit Alma) endlich seinen Frieden.
[Bearbeiten] Sonstiges
- Für diesen Text gibt es keine direkte Vorlage; allerdings hat diese Erzählung nun ihrerseits als Quelle der Finkenheiner-Teile des Kolportageromans Der Weg zum Glück gedient.
- Am 31. Mai 1881 bittet ein F. G. Ziegler aus Magdeburg Karl May brieflich um die Erlaubnis, die vorzügliche Erzählung "Der Giftheiner" dramatisieren zu dürfen. May stimmt zu, erwartet aber die Hinzusetzung seinen Namens. Ziegler ist einverstanden.[1]
[Bearbeiten] Buchausgaben
1921 wurde der Text dann in den Band 43 Aus dunklem Tann der Gesammelten Werke übernommen.
Aktuelle Ausgaben => siehe Bücherdatenbank.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ Dieter Sudhoff/Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Chronik I. Sonderband zu den Gesammelten Werken. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul 2005, S. 267. ISBN 978-3-7802-0170-6.
[Bearbeiten] Literatur
- Jürgen Hein: Die »Erzgebirgischen Dorfgeschichten«. Zum Erzähltyp »Dorfgeschichte« im Frühwerk Karl Mays. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1976. (Onlinefassung)
- Christoph F. Lorenz: Landesherr und Schmugglerfürst. Eine Rezensionsabhandlung zu den Erzählungen Karl Mays in der Zeitschrift "Für alle Welt" (= "All-Deutschland") in den Jahren 1879 und 1880. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1981. (Onlinefassung)
- Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie. (enthält die zu Mays Lebenszeit erschienenen Werke)
- Wolfgang Hermesmeier/Stefan Schmatz: Karl-May-Bibliografie 1913-1945, Karl-May-Verlag, Bamberg 2000. ISBN 3780201577
- Ekkehard Bartsch: Der Giftheiner. In: Gert Ueding (Hrsg.): Karl-May-Handbuch. Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2001, S. 387-389. ISBN 3826018133
Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie auch online auf den Seiten der KMG.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Originaltext online auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.