Der Africander
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| Handelnde Personen in Der Africander |
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Dingaan |
| Handlungsorte |
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Südafrika |
Die Erzählung Der Africander von Karl May wurde 1877/78 geschrieben und erstmals in der Zeitschrift "Frohe Stunden" unter dem Pseudonym Emma Pollmer veröffentlicht. Bald darauf erschien er als Der Boer van het Roer. Ein Abenteuer aus dem Kaffernlande von Karl May im Deutschen Hausschatz, 6. Jahrgang, Nrn. 8-12 (Nov. - Dez. 1879). 1894 wurde der Text dann unter dem Titel Ein Abenteuer in Südafrika in die Bände "Der Karawanenwürger" und "Aus fernen Zonen" des Verlags von H. Liebau aufgenommen.
Karl May selbst arbeitete die Erzählung für den Band Auf fremden Pfaden um, wo sie unter dem Titel Der Boer van het Roer bekannt wurde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhalt
[Bearbeiten] "Frohe Stunden"-Fassung
Zwei Engländer, Raffley und Hoblyn, suchen die Buren-Ansiedlung Klaarfontein auf, wo nach ihrer Information ein sehr hübsches Negermädchen - Hannje - als Pflegekind der Niederländer lebt. Herr in Klaarfontein ist der Africander Piet van Holmen, die rechte Hand von Pieter Uys, der sich gegen den Zuluhäuptling Dingaan rüstet. Die Engländer nutzen die Gastfreundschaft der Buren schamlos aus und entführen Hannje, Piets Braut. Piet ist zu dieser Stunde nicht daheim, sondern trifft sich mit Pieter Uys und Dingaans Bruder und Todfeind Panda, um Dingaans Sturz vorzubereiten. Wie sich herausstellt, ist Hannje Pandas Tochter.
Kaum erfährt Piet von ihrer Entführung, macht er sich an die Verfolgung. Er fällt dabei dem berüchtigten Dingaan in die Hände, kann aber entkommen. Dabei befreit er Hannje und schleppt Dingaan mit sich fort.
Nach dem Sieg der Buren über die Kaffern wird Panda neuer Zuluhäuptling, und Piet kann seine Hannje heiraten und erhält obendrein noch von Panda wertvolle Diamanten als Brautschatz.
[Bearbeiten] "Deutscher Hausschatz"-Fassung
Der Ich-Erzähler ist mit seinem schwarzen Diener Quimbo in Transvaal unterwegs, um das Land kennenzulernen. Dabei trifft er mit dem berühmten Burenführer Pieter Uys zusammen und gerät in die Auseinandersetzungen zwischen Buren einerseits, Kaffern und Engländern andererseits. Hauptpersonen der Erzählung sind Jan van Helmers, der "Africander", und seine schwarze Braut Mietje, die sich im Verlauf der Erzählung als Tochter des Zulufürsten Panda erweist. Der Erzähler greift auf Seiten der Buren in die Geschehnisse ein, entlarvt einen englischen Kurier und trägt am Schluss zum Sieg über den berüchtigten Zuluhäuptling Dingaan, Pandas Bruder, bei. Während der Entscheidungsschlacht, die in eine Metzelei ausartet, gerät Dingaan durch einen tollkühnen Akt des Africanders in Gefangenschaft, und Jan kann seine Mietje heiraten, nachdem durch Pandas Übernahme der Häuptlingsschaft zwischen Buren und Zulus Frieden eingekehrt ist.
[Bearbeiten] Unterschied zwischen den Zeitschriftenfassungen und der späteren Buchausgabe
Die Handlungszeit der frühen Fassungen liegt bei 1840. Für die Buchausgabe änderte Karl May die Zeit auf das Ende der 1870er Jahre.
[Bearbeiten] Buchausgaben
Im Rahmen der Gesammelten Werke findet sich der Text im Band 71 "Old Firehand" mit doppelten 'a' im Wort Afrikaander wieder.
Aktuelle Ausgaben => siehe Bücherdatenbank.
[Bearbeiten] Quellen
Die Erzählung "Die Boerenfamilie von Klaarfontein" (1855) von W. O. von Horn ist eine Vorlage für Karl Mays Text.
[Bearbeiten] Literatur
- Eckehard Koch: Der Weg zum 'Kafferngrab', Zum historischen und zeitgeschichtlichen Hintergrund von Karl Mays Südafrika-Erzählungen. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1981 (Onlinefassung)
- Gert Ueding (Hg.): Karl-May-Handbuch, Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2001, ISBN 3826018133
- Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie (enthält die zu Mays Lebenszeit erschienenen Werke)
- Wolfgang Hermesmeier/Stefan Schmatz: Karl-May-Bibliografie 1913-1945, Karl-May-Verlag, Bamberg 2000, ISBN 3780201577
Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie auch online auf den Seiten der KMG.
[Bearbeiten] Weblinks
- Der Originaltext online (s. S. 29) auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.