Briefmarke

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Briefmarken sind Aufkleber, die die Vorauszahlung von Postsendungen bestätigen und beim Benutzen durch Stempelung entwertet werden. Gebrauchsmarken - immer in Sätzen aller Preisstufen - werden Dauer- oder Freimarken genannt. Darüber hinaus gibt es die Sondermarken - als Sätze oder Einzelmarken, die insbersondere als Sammelgebiet geeignet sind. Da kein Briefmarkensammler (Philatelist) wegen ihrer riesigen Anzahl sämtliche Marken sammeln kann, beschränken sich die Sammler auf bestimmte Gebiete, wie Länder- oder Motive, jeweils postfrisch oder gestempelt. Dazu kann eine solche Sammlung mit Ganzsachen, Maximumkarten, Sonderumschlägen, Ersttags- und Sonderabstempelungen erweitert oder auf Zähnungen, Farbtönungen, Wasserzeichen und Abarten spezialisiert werden. Solches ist auch zum Thema "Karl May" möglich. Und dann gibt es eine Fülle von Marken "rund um Karl May" (Christian Heermann, s. unten: "Literatur").

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Marken zu Karl May

Briefmarke zum 75. Todestag Karl Mays

Zu Ehren von Karl May sind bisher nur zwei Briefmarken erschienen: eine staatliche im Karl-May-Gedenkjahr 1987 und eine private im Jahre 2004.

[Bearbeiten] Deutsche Bundespost

Am 12. Februar 1987 erschien aus Anlass des 75. Todestages Karl Mays ein Sonderpostwertzeichen der Deutschen Bundespost im Wert von 80 Pfennig. Der Entwurf stammte von Helga Regenstein (* 1939) nach dem Deckelbild von Carl Lindeberg zu Winnetou I.

"Zu viele Köpfe hemmen das Sammeln" heißt ein philatelistischer Slogan, den die meisten Postverwaltungen seit langem beherzigen: Briefmarken mit Porträts sind weitgehend unbeliebt, andere Motive regen weitaus stärker zum Einstieg in die Philatelie an. Das war wohl auch der hauptsächliche Grund, daß es 1987 keinen Karl-May-Kopf auf der Briefmarke gab, sondern das Winnetou-Motiv, das den meistgekauften Band des Bamberger Karl-May-Verlages ziert. (Christian Heermann, s. unten: "Literatur")

Die mehrfarbige Marke hat eine Breite von 27,5 mm und eine Höhe von 33 mm. Sie führt im Standardwerk "MICHEL - Deutschland-Katalog" die chronologische Nr. 1314 und war dort z. B. 2003/2004 mit den Preisnotierungen 1,70 in postfrischer und 0,50 in mit Poststempel entwerteter Erhaltung bewertet - beides als Richtwerte auf Euro-Basis. Weitere Angaben: Rastertiefdruck: 10x5; Verhältnis der Breiten- zur Höhenkammzähnung: 13 3/4:14 Zähnungslöchern auf 2 cm. Die Abbildungsbeschreibung lautet: >Romanfigur "Winnetou"<. Auflage: 28 650 000 Stück, davon 489 000 auf Ersttagsbrief. Nach Einführung des Euros verlor die Marke ihre Frankaturgültigkeit.

Außer Helga Regenstein, die noch einen zweiten Entwurf nach dem Deckelbild Lindebergs zu Durch die Wüste einreichte, legten weitere Künstler Entwürfe vor. Davon einer nach dem Deckelbild von Albert Richter zu Old Surehand der Ausgabe von 1894, einer nach dem Kostümfoto Karl Mays als Old Shatterhand und mehrere frei gestaltete Entwürfe nach bekannten Film- und Plakatmotiven.

Chemnitzer Briefmarke (2008)

[Bearbeiten] WVD Postservice-Partner Chemnitz GmbH

Die am 3. Oktober 2004 erstmalig präsentierte 45 ct-Portomarke (nassklebend) des privaten Postdienstleisters WVD Postservice zeigt auf einer Marke der Serie der berühmten Sachsen die Silberbüchse, das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal und Karl May im Halbprofil um 1906/07 nach einem der Porträtfotos von Erwin Raupp. Die Marke wurde von dem Grafiker Manfred Gottschall gestaltet. Am 8. Januar 2008 wurde die Briefmarke nach der Erhöhung der Mehrwertsteuer erneut, nun als 47 ct-Marke (selbstklebend), ausgegeben.

[Bearbeiten] niederländische Briefmarken

Ende 2010 wurden von der Karl May Vereniging zwei Briefmarken zum 100. Todestag Karl Mays herausgegeben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Das Sonder-Postwertzeichen der Deutschen Bundespost zur "Ehrung des Dichters von Radebeul" Karl May (1842-1912]. Broschüre über die Entstehung der Winnetou-Briefmarke 1987. Karl-May-Verlag Bamberg 1987.
  • Walter Laue: Das Sonderpostwertzeichen "75. Todestag Karl May". 30 Millionen Winnetous gehen in alle Welt. In: Roland Schmid (Hrsg.): 75 Jahre Verlagsarbeit für Karl May und sein Werk 1913-1988. Karl-May-Verlag Bamberg 1988, S. 173-176.
  • Erich Heinemann: Fünfundsiebzig Jahre nach Karl Mays Tod. Karl-May-Gesellschaft und und Karl-May-Forschung 1987. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1988, S. 438-447. (Onlinefassung)
  • Christian Heermann: Karl May im Spiegel der Briefmarke. In: Karl-May-Haus Information Nr. 9/1996, S. 1-7. (Onlinefassung)

[Bearbeiten] Weblinks