Arenzano

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Stadtwappen

Arenzano ist ein kleines Städtchen in Italien, ca. 10 km westlich von Genua. Die Wirtschaft basiert auf dem Tourismus; Arenzano hat 11.650 Einwohner (2009).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Allgemeines

Panorama von Arenzano 2007

Die Stadt ist an der Küste der Riviera di Ponente in einer Bucht westlich der Regionalhauptstadt Genua gelegen. Der Großteil (24,6 km²) ist Bergland und die größte Höhe wird mit 1.183 m vom Gipfel des Monte Reixa erreicht.

Die erste Wohnsiedlung entstand in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt in der Zeit des Römischen Reiches. Der antike Name der Stadt, Arentianis, weist auf den Besitz der Familie der Arentii hin. Im Mittelalter erlitt es verschiedene Überfälle der Barbaren, und im 10. Jahrhundert wurde es von den Sarazenen besetzt und zu einer Festung ausgebaut. Im 17. Jahrhundert erlitt Arenzano mehrere Piratenüberfälle, so dass es schließlich gezwungen war, den Stadtkern zu befestigen. 1815 ging es, wie auch die anderen ligurischen Gemeinden, in das Königreich Sardinien über, um 1861 in das Königreich Italien aufgenommen zu werden.

Arenzano ist der erste Badeort an der westlichen Riviera, der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Von der Uferpromenade nicht weit entfernt ist die Kirche Santi Nazario e Celso aus dem 18. Jahrhundert im barocken Stil. Im Stadtpark befindet sich die Villa Pallavicini-Negrotto-Cambiaso, die aus dem 16. Jahrhundert stammt und eher an eine Festung erinnert.

[Bearbeiten] Karl May und Arenzano

Schon zu Beginn der großen Orientreise 1899/1900 unternahmen Karl May mit Ehefrau Emma, Klara und Richard Plöhn von Genua aus am 3. April 1899 einen Tagesausflug nach Arenzano.

Dann hielten sich erst Familie Plöhn und Emma, ab Weihnachten 1899 auch Karl May sowie Diener Sejd Hassan bis zum 15. März 1900 in Arenzano auf. Die Ehepaare hatten Zimmer im Grand Hôtel, Rodino Brothers. Der lange Aufenthalt ergab sich aus der schweren Erkrankung von Richard Plöhn. Von diesem Aufenthalt sind fast nur Fotos und Postkarten überliefert.

Sie steckten in Arenzano, einem kleinen Orte der italienischen Küche [...] Ich fuhr über Nizza hin [...][1]

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen - Karl Mays Weltreisen. Gesammelte Werke Bd. 82, Karl-May-Verlag, Bamberg-Radebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, S. 134.

[Bearbeiten] Literatur