Amerika
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Der amerikanische Doppelkontinent erstreckt sich in seiner Nord-Süd-Achse von Kap Columbia bis zum Kap Hoorn. Dies entspricht ca. 15.000 km Nord-Süd-Ausdehnung. Der östlichste Punkt liegt auf Grönland und der westlichste auf der Aleuteninsel Attu. Der Doppelkontinent besteht aus Nordamerika (mit Zentralamerika) und Südamerika.
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[Bearbeiten] Allgemeines
Amerika hat eine Landfläche von etwa 42 Millionen km² und ist damit etwas kleiner als Asien. Es leben über 900 Millionen Menschen in Amerika.
Amerika wird begrenzt vom Nordpolarmeer (Arktischer Ozean) im Norden, vom Pazifischen Ozean im Westen, vom Atlantischen Ozean im Osten und von der Drakestraße zwischen Kap Hoorn und der Antarktis im Süden.
Die Bezeichnung "Indianer" für die Ureinwohner Amerikas entstand durch den Irrtum, es handle sich bei der erreichten Küste um einen Teil Indiens ("Westindien"). In der iberischen Welt und im kolonialen Amerika wurde der Kontinent bis weit ins 18. Jahrhundert weiterhin Las Indias, "Die Indien", genannt. Die englische Bezeichnung indian kann sowohl "Inder" als auch "Indianer" bedeuten. Zur Unterscheidung werden die Ureinwohner Amerikas normalerweise als American Indians oder Native Americans bezeichnet, in Kanada auch als Aborigines ("Ureinwohner", "von Anfang an [da]", aus lat. ab = vor und originalis = ursprünglich) oder First Nations.
Die Bezeichnung der Ureinwohner Südamerikas durch die Europäer und Nordamerikaner ist "Indios".
[Bearbeiten] Was machte Amerika für Karl May interessant?
Der Begriff "Amerika" wird umgangssprachlich häufig für Nordamerika, und dann meist für die USA verwendet. Hier gilt also nicht "pars pro toto", sondern im Gegenteil "der Teil für's Ganze", eine Umgewichtung, die heute zwar durch die Machtstellung der USA bedingt ist, früher aber nur im Rummel um die USA ihren Grund hatte. Nach den ersten Eroberungen in Südamerika und der Aufteilung durch den Papst verhielten sich Spanien und Portugal eher ruhig, man hörte nicht viel von Kriegen, Massenmorden, Auswanderung o.ä., die USA aber waren ständig "in den Schlagzeilen": im Siebenjährigen Krieg, der eigentlich der erste echte Welt-Krieg war, hatte England Frankreichs Kräfte in Europa im Krieg gegen Preußen gebunden und es so geschafft, Frankreichs Gebiete in Ost- und "Westindien" zu okkupieren - Coopers Lederstrumpf entstand und jedes Kind kannte den letzten Mohikaner - Die Indianergeschichten waren "erfunden". - Nach der Erkenntnis, dass Amerika keineswegs Indien und der Weg um Kap Hoorn durchaus keine gemütliche Bootspartie sei, führte die Suche nach der Nordwestpassage zu vielen abenteuerlichen Expeditionen, die Erzählungen davon waren in aller Munde. Im Unabhängigkeitskrieg schickte England viele gekaufte (!) Deutsche in den Krieg, die meisten blieben dort, die Überlebenden bildeten deutschschprachige Siedlungen. Die Korrespondenz mit der Heimat ebenso wie die Werbung der USA nach Einwanderern und das wirtschaftliche Elend in Europa sorgten für Einwanderungswellen, aus denen wiederum Erzählungen vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten resultierten: das Abenteuer lockte.
Material für Recherchen gab es genug, Faktenwissen über die Indianer, ihr Leben, ihr Land und ihre Kultur fast garnicht, mit etwas Phantasie - und davon hatte Karl May eine ganze Menge! - ließ sich leicht jedes Abenteuer in die "dark and bloody grounds" des Wilden Westens transponieren. Faktenwissen gab es jedoch über die Korrespondenz mit den Emigranten und somit über die Unsicherheit aller Informationen - was soviel bedeutete wie "man kann fast alles behaupten, ohne dass es unglaubhaft wird", aber auch "je näher der hiesigen Vorstellungswelt, um so glaubhafter". Bediente man nur die richtigen Klischees, so wurde sonst fast alles glaubhaft. Das war immer so, das wird vermutlich auch immer so bleiben. Rüttelt man an einem Punkt von einem Klischee, so schafft man Ausnahmen, welche die Regel - das Klischee - nur bestärken. Stellt man das Klischee in Frage, ohne es wirklich anzutasten, und liefert man dazu einen Schuldigen, so wird jeder Leser das bejahen, denn jeder hätte lieber eine bessere Welt und einen Freispruch von der eigenen Verantwortung. All das sind grundlegende menschliche Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster, die May intuitiv beherrschte. Mit diesem Instrumentarium versehen bot sich ihm Amerika als großes und weites Spielfeld an.
Vor allem natürlich die USA, aber auch Mexiko und Südamerika. Auch im Süden gab es große deutsche "Gemeinden", wenn auch weder mit denen in den USA zu vergleichen, noch aus den gleichen Gründen entstanden. Hier gab es Handelshäuser und Missionen - und Naturforscher. Sicher, deutsche Naturforscher durchstreiften den ganzen Globus und May las ihre Berichte so begeistert wie alle anderen Deutschen, aber da, wo schon Alexander von Humbold - dessen Vita jedes Kind auswendig kannte! - die Pfade ausgetreten hatte, das wurde der erste Besuch eines jeden beinahe schon zu einer Art Pflichtbesuch und der Cosmos ein Pflichtteil der Standardausrüstung.
Wo also, wenn nicht in Amerika, hätte Karl May ein solches weites Spielfeld gefunden!
[Bearbeiten] siehe auch
Amerika, Ort bei Penig
[Bearbeiten] Weblinks
Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.