'Villa Agnes'

Aus Karl-May-Wiki

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Wohnsitze Karl Mays in Dresden und der Lößnitz

  1. Jagdweg 7
  2. Jagdweg 14
  3. Pillnitzer Straße 72
  4. Villa 'Forsthaus', Dresden-Strießen
  5. Sommerstraße 7, Dresden-Blasewitz
  6. Prinzenstraße 4
  7. Schnorrstraße 31
  8. 'Villa Idylle', Kötzschenbroda
  9. Lößnitzstraße 11, Niederlößnitz
  10. 'Villa Agnes', Oberlößnitz
  11. Villa "Shatterhand", Radebeul

Anfang April 1891 zogen Karl und Emma May von Kötzschenbroda nach Oberlößnitz zur Miete in die Villa Agnes in der Nizzastraße 13 (heute ist der Eingang der Villa in der Lößnitzgrundstraße 2). In diesem Haus schrieb May seinen wohl meist bekanntesten Roman Winnetou I. Die Tafel wurde am 7. Mai 2005 angebracht.

Der Eigentümer des Hauses war Friedrich Wilhelm Sauerzapf aus Dresden. Gebaut wurde es 1879 von den Gebrüdern Ziller.

'Villa Agnes', Seite Nizzastraße (z.Zt. Karl Mays war hier der Eingang)
'Villa Agnes', Seite Lößnitzgrundstraße (heutiger Eingang)
Tafel an der 'Villa Agnes'

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Einbruch

Am 28. Mai 1891 wurde nachts in die Villa eingebrochen. Emma May wurde von Geräuschen geweckt und schickte ihren Mann aus dem oben gelegenen Schlafzimmer nach unten. Dort fand er Schränke und Kommoden geöffnet und geplündert. Angeblich fehlten - laut einem Zeitungsbericht - verschiedene Gold- und Silbersachen. Der Strolch war bereits über alle Berge, konnte aber wenig später gefasst werden. Es handelte sich um den vorbestraften und aus der Haft geflohenen Otto Theodor Röske, der bei seiner Verhaftung Mays gestohlenes Notizbuch bei sich trug.

Der Gerichtsverhandlung am 14. Oktober 1891 wohnte May als Zeuge bei.

Karl May baute daraufhin die Villa zur Festung aus. Friedrich Ernst Fehsenfeld schreibt bei seinem ersten Besuch bei Karl May von [...] Stimmung von Gefahren und ihrer Begegnung [...] eisernen Stacheln am Bretterzaun [...] nach unserem Eintritt wieder fest verschlossen und verriegelt.[1]

Karl May hingegen beschreibt den gleichen Besuch aber wesentlich schöner in einem Brief an Fehsenfeld vom 3. Dezember 1891:
Im lieben, schönen Lößnitzgrund
     Da saßen Zwei selbander;
Die schlossen einen Freundschaftsbund,
     Gehn niemals auseinander.
Der Eine schickt Romane ein,
     Der Andre läßt sie drucken,
Unds Ende wird vom Liede sein:
     's wird Beiden herrlich glucken![2]

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder, Karl-May-Biografie. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul 2002, ISBN 3-7802-0161-5, S. 246.
  2. Klußmeier/Plaul: Karl May und seine Zeit, S. 257.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks